Biometrischer Ausländerausweis

Einführung biometrischer Daten im Ausländerausweis am 24. Januar 2011

Die Schweiz stellt seit der Assoziierung ans Schengen Abkommen am 12. Dezember 2008 einen neuen Ausländerausweis in Kreditkartenformat aus. Diesen Ausweis erhalten Personen in der Schweiz, die nicht Angehörige von Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) oder der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) sind sowie Personen, die sich nicht auf das Freizügigkeitsabkommen berufen können.

Im Rahmen der Weiterentwicklung des Ausweises werden seit dem 24. Januar 2011 biometrische Daten in einem Chip im Ausländerausweis gespeichert. Die Schweiz setzt mit den biometrischen Ausländerauseisen eine Weiterentwicklung des Schengen-Rechts um und folgt der weltweiten Tendenz, mit modernster Technik die Ausweissicherheit zu erhöhen und den Missbrauch zu erschweren. Der biometrische Ausländerausweis zeigt, wie der bisherige, den ausländerrechtlichen Status in der Schweiz und berechtigt zusammen mit einem gültigen nationalen Reisepass zum visumsfreien Reiseverkehr im Schengen-Raum.

Biometrische Daten

Dieses Symbol auf der Kartenvorderseite oben links zeigt an, dass sich in dieser Karte ein Chip mit biometrischen Daten befindet - der Chip ist jedoch nicht sichtbar. Auf dem Chip sind zwei digitale Fingerabdrücke sowie das Gesichtsbild gespeichert. Die Daten werden während fünf Jahren im zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) gespeichert. Dies dient ausschliesslich dem Zweck, eine Neuausstellung des biometrischen Ausländerausweises ohne zusätzlichen Erfassungsaufwand zu ermöglichen.

Der biometrische Ausländerausweis erfüllt strenge internationale Normen. Die Daten sind durch ein gesichertes Zugriffsverfahren und elektronische Schlüssel geschützt. Die Fingerabdrücke sind besonders gesichert. Eine Ortung oder elektronische Überwachung ist mit dem Chip nicht möglich.

Wer erhält einen biometrischen Ausländerausweis?

Den biometrischen Ausländerausweis erhalten folgende Staatsangehörige:

  • Drittstaatsangehörige
  • Drittstaatsfamilienangehörige von Schweizer Bürgern
  • Drittstaatsfamilienangehörige von EU/EFTA-Staatsangehörigen
  • Staatsangehörige von Staaten, die zwar Mitgliedstaat der EU, nicht aber Vertragsstaat des FZA sind

Die bisherigen Ausweiskategorien bleiben unverändert:

  • Kurzaufenthaltsbewilligung (L)
  • Aufenthaltsbewilligung (B)
  • Niederlassungsbewilligung (C)

Staatsangehörige, welche keinen biometrischen Ausländerausweis erhalten, wird der Ausländerausweis in der bisherigen Form (Papierkarte in Plastikhülle) ausgestellt. Auch die Aufenthaltsbewilligungen mit Erwerbstätigkeit (Ci), die Grenzgängerbewilligungen (G) und die Ausweise von Asylsuchenden (N) und vorläufig Aufgenommenen (F) bleiben gleich.

Die bestehenden Ausländerausweise ohne biometrische Daten behalten ihre Gültigkeit bis zu ihrem Ablaufdatum. Der biometrische Ausländerausweis wird erst dann ausgestellt, wenn der alte Ausweis wegen Ablaufs der Gültigkeit oder aufgrund von Datenänderungen erneuert werden muss.

Antrag- und Ausstellungsverfahren für biometrische Ausländerausweise

Zusammen mit dem Gesuch für die Erteilung bzw. Verlängerung für eine Aufenthaltsbewilligung, reichen Sie den Antrag für den biometrischen Ausländerausweis bei der für Sie zuständigen Einwohnerkontrolle im Kanton Zürich ein. Es ist notwendig, dass Sie bei der Einwohnerkontrolle persönlich vorsprechen

  • Identifikation anhand Ihres nationalen Passes
  • Terminvereinbarung für die Erfassung der biometrischen Daten

Am vereinbarten Termin begeben Sie sich zum Migrationsamt, wo die biometrischen Daten erfasst werden. Nach erfolgter Erfassung der biometrischen Daten und der Erteilung der entsprechenden Bewilligung geht der biometrische Ausländerausweis bei einer externen Firma in Produktion und wird Ihnen per Post direkt an Ihre Wohnadresse zugestellt.

Erfassung der biometrischen Daten

Die Erfassung der biometrischen Daten erfolgt durch das Migrationsamt Zürich an folgender Adresse:

Migrationsamt des Kantons Zürich
Berninastrasse 45
8057 Zürich

Zu beachten:

  • Unabhängig vom Alter müssen von jeder Person biometrische Daten erfasst werden.
  • Minderjährige müssen in Begleitung eines sorgeberechtigten Elternteils sein.
  • Entmündigte Personen müssen in Begleitung ihrer gesetzlichen Vertretung sein.

Gebühren

Mit Einführung des neuen Ausländerausweises wurde ein neues Gebührensystem ausgearbeitet. Dabei sind drei verschiedenen Gebühren vorgesehen:

  • Gebühr für das Bewilligungsverfahren
  • Gebühr für die Ausweiserstellung (Kartenproduktion)
  • Gebühr für die Erfassung der biometrischen Daten.